Koordinierungsstelle Marzahn-Hellersdorf

Schöner leben ohne Nazis 2020 am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

Am 5. September 2020 findet nunmehr zum zwölften Mal das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz statt.

 „Schöner leben ohne Nazis“ wurde vor 12 Jahren, initiiert von verschiedenen Parteien und Vereinen, erstmals durchgeführt. Seitdem hat sich das Netzwerk stetig erweitert. Insgesamt werden sich in diesem Jahr über 40 Institutionen, meist aus dem Bezirk auf der Bühne oder an Ständen daran beteiligen.

Im Anbetracht der gegenwärtigen der gegenwärtigen Wahlergebnisse, der nationalistischen und rassistischen Tendenzen gerade auch in unserem Bezirk, ist es ums so bemerkenswerter, dass diese Veranstaltung von einem breiten ehrenamtlichen Engagement lebt, dass mit viel Liebe von Bürgern dieses Bezirkes organisiert und umgesetzt wird.

Bei „Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ präsentieren sich verschiedene im Bezirk ansässige demokratische Akteure (z.B. Vereine, Initiativen, Parteien, Ämter, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften), die sich aktiv dem Ziel verschrieben haben, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung, Rechtsextremismus und jedwede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu setzen.

Auf dem Fest werden sich die Akteure mit Infoständen und Aktionen für Menschen jeden Alters vorstellen. Mit dabei sind Spielangebote und Basteleien für die Kleinen, Quizze und Sport für Jugendliche, Informationen und Ausstellungen für die Älteren.

Programm hier.

Dokumente zum Download: Standanmeldung

Nachgefragt #10 – Kinderrechte in der Krise?

Die Auswirkungen der Pandemie auf Kinder, Jugendliche und ihre Rechte
In den vergangenen Monaten dominieren mediale Berichterstattungen und die gesellschaftlichen Debatten zur Corona-Pandemie sowie den getroffenen behördlichen Maßnahmen.

Kinder, Jugendliche und ihre Rechte sind allerdings wenig bis gar nicht Gegenstand der öffentlichen Diskussionen. Dabei sind sie selbstverständlich Träger*innen von unveräußerlichen Rechten und sollen bei allen sie betreffenden Maßnahmen beteiligt werden. Bisher ist davon kaum etwas zu spüren und wichtige Entscheidungen, die Kinderrechte direkt und indirekt betreffen, werden ohne ihre Stimmen gefällt. Die Maßnahmen zur temporären Schließung von Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Spielplätzen sind da nur einige zu nennende Bereiche.

Dabei ist genau jetzt der Zeitpunkt bekommen, Kinderrechte nicht nur mit Lippenbekenntnissen zu erwähnen, sondern sie auf allen Ebenen zu stärken. Bereits seit Jahren sollen Kinderrechte aus der 1989 verabschiedeten UN-Kinderrechtskonvention im Grundgesetz verankert werden. Wie ist die Situation der Kinderrechte zwischen Pandemie und Infektionsschutz?

Im Rahmen der zehnten Ausgabe der Reihe „Nachgefragt. Gestärkt für ein solidarisches Miteinander“ sprechen wir darüber mit Linda Zaiane, Leiterin der Koordinierungsstelle Kinderrechte beim Deutschen Kinderhilfswerk. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie Kinderrechte gestärkt aus dieser aktuellen Krise hervorgehen können und welche Rolle uns als Fachkräfte zukommt.

Die Interviewreihe im neuen Podcast-Format findet ihr hier.

NACHGEFRAGT #9 – Widerstandswissen sichtbar machen!

In neuesten Interview Nachgefragt #9 spricht Céline Barry über die Arbeit des Vereins Each One Teach One (EOTO) e.V.., (Anti-Schwarzem) Rassismus, Empowerment Schwarzer Menschen und wie wirkungsvolle Netzwerke gegen Diskriminierung geknüpft werden können.
Das Interview wurde von Demokratie Büro in Mitte geführt.

Viel Spaß beim Lesen!

Das PDF zum Nachlesen findet ihr hier:

https://licht-blicke.org/wp-content/uploads/2020/06/nachgefragt_Interviewreihe_9_4.pdf

Banneraktion zum Aktionstag #SoGehtSolidarisch

Auch die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf hat sich mit einem eigenen Banner am Aktionstag #SoGehtSolidarisch des Unteilbar-Bündnisses beteiligt! Dieses wurde an der Aussenfassade der Alice-Salomon-Hochschule in Hellersdorf angebracht. Für ein inklusives Wir – Schafft viele solidarische Kieze!

Bilderbuch: Berlin-Marzahn

Eine Reportage des rbb:

Der einst größten Plattenbausiedlung der DDR am Rande Berlins eilt ein rauer Ruf voraus. Doch Marzahn gehört zu den grünsten Ecken der Stadt, hat Freiräume, die man im Zentrum mittlerweile vergeblich sucht – und wird von den Berlinern neu entdeckt.

Ganz am Rande Berlins liegt die einst größte Plattenbausiedlung der DDR: Marzahn. Wer kurz nach dem Baubeginn Ende der 70er Jahre eine Wohnung in einem der Hochhäuser beziehen konnte, hat sich glücklich geschätzt: Fernwärme, Badezimmer in der Wohnung, Aufzug. Großartig! Marzahns Bewohner müssen heute auch nicht lange überlegen, was sie an ihrem Ortsteil schätzen: Er gehört zu den grünsten Ecken Berlins, ist gut angebunden, und hat noch die Freiräume, die man im Zentrum Berlins mittlerweile vergeblich sucht.

(mehr …)

Demokratiebericht Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2019 erschienen

In verschiedenen deutschen Städten haben an den vergangenen Wochenenden Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen demonstriert. Aktuell werden diese wachsenden Proteste zunehmend von Akteur*innen der extremen Rechten instrumentalisiert, um gegen die Demokratie als solches zu agitieren (Siehe: Coronakrise, Demokratieentwicklung, Solidarität in der Nachbarschaft, Gefahren durch Rassismus und rechte Hetze…).

. Vor diesem Hintergrund und kurz nach dem 75. Jahrestag der Niederschlagung des Nationalsozialismus erscheint der Demokratiebericht für Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2019. Das gemeinsame und solidarische Einstehen für demokratische Grundwerte erscheint uns aktuell so dringend wie selten zuvor! (mehr …)

Soziale Stadtentwicklung: Gelbes Viertel unter Beobachtung – Wo die Armut wohnt

LichtenbergMarzahn+ berichtet:

Hellersdorf. Gegenüber von Mäc-Geiz sitzen zwei Männer mit Bierflaschen in den Händen auf einer Bank, 1,50 Meter Corona-Abstand zwischen sich. Eine Frau schiebt einen alten Mann im Rollstuhl, eine Mutter mit Kind schleppt schwere Einkaufstüten. Vor der Tür des seit 2014 geschlossenen “Haus der Gesundheit” an der Etkar-André-Straße steht ein vietnamesischer Zigarettenhändler. Obwohl er an der frischen Luft ist, trägt er einen Mund-Nasenschutz. Eine Momentaufnahme an einem Vormittag im Gelben Viertel von Hellersdorf.

Kiez ist abgerutscht

Das Wohngebiet zwischen den U-Bahnhöfen Kienberg und Cottbusser Platz sowie der Carola-Neher-Straße ist abgerutscht. Nach den Daten des Monitorings Soziale Stadt 2019 gehört der Kiez nun zu den 42 Vierteln in Berlin, die als Gebiete ausgewiesen werden, die besonderer Aufmerksamkeit und Förderung bedürfen. Alle zwei Jahre lässt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen solche Sozialdaten erheben. Insgesamt 436 Berliner Kieze, die im Bericht als Planungsräume bezeichnet werden, wurden durchleuchtet. Ermittelt wurde der soziale Status der Gebiete – von 1 (hoch) bis 4 (sehr niedrig). Auch die Dynamik von Veränderungen wurden erfasst unter positiv, stabil, negativ. Zentrale Indikatoren dafür waren: Hartz-IV-Bezug und weitere Transferleistungen sowie Kinderarmut. Betrachtet wurden auch weitere Faktoren wie Jugendarbeitslosigkeit, Alleinerziehende und Altersarmut.

Weiterlesen

Siehe auch:

Die Banlieues der Hauptstadt – Berlin spaltet sich in ein reiches Zentrum und arme Ränder (Tagesspiegel, 09.06.2020)

Vorsicht vor den sogenannten “Hygienedemos”

Gegen die als „Hygienedemos“ verharmlosten Aufzüge haben Berliner Initiativen, Anwohner*inneninitiativen, Parteien, Migrant*innenselbstorganisationen eine gemeinsame Resolution „Vorsicht vor den sogenannten ‚Hygienedemos‘“ verfasst. Darin warnen sie vor der Gefahr, die von dieser neuen rechte Straßenbewegung ausgeht und treffen die Vereinbarung, auch künftig dagegen Position zu beziehen.

Die Resolution, welche auch vom Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf unterstützt wird, sowie die Erstunterzeichner*innen, finden Sie u.a. hier.

Antidiskriminierungsgesetz: Der Staat als Täter

Berlin verabschiedet das bundesweit erste Landesantidiskriminierungsgesetz Die Kritik im Vorfeld der Verabschiedung des bundesweit ersten Landesantidiskriminierungsgesetzes war an schrillen Tönen kaum zu überbieten: CDU und AfD sprachen in der hitzigen Debatte im Berliner Abgeordnetenhaus am späten Donnerstagnachmittag von einem »Landesbeamtendiskriminierungsgesetz«. Dieses stelle Polizist*innen unter »Generalverdacht« und würde von »arabischen Clans« rücksichtslos ausgenutzt werden. Für die …mehr

#SoGehtSolidarisch – Aufruf und Aktionstag am 14.6.2020

Auch die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf gehört zu den Erstunterzeichner*innen des Aufrufs #SoGehtSolidarisch. Beteiligt Euch in Euren Kiezen mit eigenen Aktionen am Aktionstag am 14.6.2020:

Die Corona-Pandemie trifft uns alle, doch bei Weitem nicht alle gleich. Was vorher ungerecht war, wird in der Krise noch ungerechter. Wir stehen dafür ein, dass niemand zurückgelassen wird und zeigen, dass wir uns auch jetzt nicht gegeneinander ausspielen lassen:

🗓 Am 14. Juni 2020 spannen wir in Berlin, Leipzig und weiteren Städten ein Band der Solidarität durch die Stadt und demonstrieren #unteilbar, verantwortungsbewusst und mit Rücksicht für eine solidarische Zukunft.

Machen wir uns gemeinsam auf den Weg in eine antirassistische, soziale und klimagerechte Gesellschaft! Für ein besseres Leben für alle!

Ob auf der Straße, am Fenster oder im Netz: #SoGehtSolidarisch!

Den kompletten Aufruf und alle Erstunterzeichnenden findet ihr auf: https://www.unteilbar.org/

▶️ Band der Solidarität in Berlin – #SoGehtSolidarisch
▶️ Band der Solidarität in Leipzig – #SoGehtSolidarisch

Presse:

Bundesweite Demos von „Unteilbar“: „Band der Solidarität“ (taz, 04.06.2020)