Koordinierungsstelle Marzahn-Hellersdorf

Aufsuchende politische Bildung im Quartier

Der Sozialraum Quartier als Lernort für die Förderung politischer Partizipation

Johanna Blender, Juli 2021
Unter Mitarbeit von Wassili Siegert, Jakob Quentin, Maëlle Dubois, Imge Tak

Unter den Praxisbeispielen kommt auch das Vorläuferprojekt der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung – das Projekt Ponte – interkulturelle Nachbarschaftsvermittlung in Marzahn-Nord und Hellersdorf-Nord zu Wort:

Bildung ist Voraussetzung für die Partizipation an gesellschaftlichen und politischen Prozessen. Als Ressource wird sie jedoch maßgeblich von sozioökonomischen Voraussetzungen bestimmt. Umgekehrt ist die Repräsentation aller Menschen unumstößliche Grundlage des demokratischen Systems. Derzeit führen politische Ungleichheiten und fehlende politische Repräsentation zu einer beiderseitigen Entfremdung zwischen bestimmten Bevölkerungsgruppen und politischen Akteuren.

Konsequenzen gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen wie dem demografischen Wandel, Migration und ungleichen wirtschaftlichen Entwicklungen zeigen sich in einer zunehmenden sozialen Spaltung und sozialräumlichen Segregation, die regional geballt in Wohnquartieren auftritt. So äußert sich der gesamtgesellschaftliche Rechtsruck in einer Zunahme rechtsextremer und -populistischer Einstellungen und Aktivitäten vermehrt in segregierten Wohnquartieren.

Fachgespräch im Oktober: Online-Radikalisierung von rechts

Im Workshop betrachten wir gemeinsam den Phänomenbereich „Online-Radikalisierung“ mit einem Schwerpunkt auf rechtsextreme Akteur*innen und deren gezielte Ansprachen an Jugendliche. Das Fachgespräch richtet sich dabei an die Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit,  sowie in Schule/ Schulsozialarbeit.

Nach einem Input über Begriffe, inhaltliche Fragen und methodische Zugänge durch einen Referenten des Projekts AntiAnti tauschen wir uns darüber aus, welchen Herausforderungen Pädagog*innen im Arbeitsalltag begegnen und wie sie das Thema in ihrer alltäglichen pädagogischen Praxis angehen können.

Moderation: Wiebke Eltze

Die Teilnahme ist kostenlos!

Veranstaltungsort: KulturMarktHalle, Hanns-Eisler-Straße 93, 10409 Berlin

Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Bitte hier anmelden: ziehl@pfefferwerk.de
 
Hygienemaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie:
Bitte beachtet die verbindlichen Hygienemaßgaben. Bringt einen Mund-Nasen-Schutz mit und haltet einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander. Für die Teilnahme am Fachgespräch ist die 3G-Regel verbindlich. Kommt daher vollständig geimpft, genesen oder mit einem tagesaktuellen Negativ-Test. Wir freuen uns grundsätzlich, wenn ihr unabhängig vom persönlichen gesundheitlichen Status einen tagesaktuellen Corona-Test macht. Bei Erkältungssymptomen bitten wir, zuhause zu bleiben und sich auszukurieren. 
 
Der Fachaustausch wird organisiert vom überbezirklichen Fachtagskreis “Grenzenlos gestärkt in den Alltag” aus den Bezirken Pankow, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick sowie der ju:an-Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit.

Z
um Organisationskreis gehören:

Fachdokumentation erschienen: Impfskepsis zwischen Kritik und Menschenfeindlichkeit

Im Juni führten wir mit dem überbezirklichen Fachtagskreis “Grenzenlos gestärkt in den Alltag” aus den Bezirken Pankow, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick sowie der Praxisstelle ju:an zum Fachgespräch.

Unter dem Titel “Impfskepsis zwischen Kritik und Menschenfeindlichkeit” luden wir im Juni zu einem Impulsvortrag und Austausch mit Benjamin Winkler (Amadeu Antonio Stiftung, Leipzig) ein.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen pädagogische Fachkräfte weiterhin vor viele Herausforderungen. Seit Beginn der Impfkampagnen gegen das Coronavirus ist das Thema “Impfen” auch in der Jugendarbeit ein verstärkter Diskussionsgegenstand. Sowohl in Teams als auch in der Beziehungsarbeit mit Kinder und Jugendlichen. Die nun erschienende Fachdokumentation zur Historie und aktuellen Ausprägungen rund um Impfskepsis, Impfgegnerschaft und wie diese als Herausforderung für pädagogische Fachkräfte in Schule, Offene Kinder- und Jugendarbeit usw. bearbeitet werden können, ist nun verfügbar.

Diese kann hier kostenlos angesehen und heruntergeladen werden.

Wir wünschen ein spannendes Lesen!

Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratrieentwicklung Marzahn-Hellersdorf für September/Oktober

Der Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratrieentwicklung Marzahn-Hellersdorf für September/Oktober 2021 ist soeben erschienen!

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zum bereits sechsten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2021.Der Wahlkampf hinsichtlich der Bundestagswahl, der Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen befindet sich mittlerweile in der entscheidenden Schlussphase. Da gerade viel passiert, haben wir wieder einige spannende Neuigkeiten aus dem Bezirk und auch darüber hinaus zusammentragen können.

Den aktuellen Newsletter finden Sie hier.

„Let´s talk about Solidarity – Was heißt für Dich Solidarität?“ // Ein stadtteilübergreifender Austausch und Thementag

Im Rahmen der Berliner Freiwilligentage ist die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf zu Gast im Stadtwerk mrzn.:

Mittwoch 15. September 2021 // ab 16.30 Uhr mit anschließender Lesung ab 19 Uhr // Otto-Rosenberg-Platz Marzahn

Das Konzept „Solidarität“ ist in aller Munde und wird auch für den politischen Wahlkampf intensiv genutzt. Was aber hat diese Idee mit uns zu tun – den Menschen, die in Marzahn-Hellersdorf wohnen, arbeiten und leben? Welche Vorstellungen und Erwartungen prägen dieses Konzept des sozialen Handelns? Wie können wir in unseren eigenen Nachbarschaften miteinander solidarisch sein? Was brauchen wir dafür? Was können wir lernen von Initiativen und Menschen in anderen Berliner Stadtbezirken?

Diesen und anderen Fragen, Ideen und Herausforderungen rund um Solidarität(en) wollen wir gemeinsam mit Euch nachgehen. (mehr …)

Position beziehen: Fußball und die demokratische Zivilgesellschaft

 

Auch die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf ist als Erstunterzeichner mit dabei:

Offener Brief zur Ablehnung des Trikots von Tennis Borussia Berlin mit dem Logo des “CURA – Opferfonds rechte Gewalt” durch den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV)

Wie viel gesellschaftliche Verantwortung darf der Sport übernehmen? Diskussionen darüber gab es zuletzt immer wieder. Während der Fußball-EM waren Regenbogenfarben an der Münchner Fußball-Arena der Anlass. Während der Olympischen Sommerspiele war es eine Solidaritätsgeste für unterdrückte Gruppen durch die Kugelstoßerin Raven Saunders. In der NFL war es zuvor schon der Kniefall des Quarterbacks Colin Kaepernick im Rahmen der “Black Lives Matter”-Proteste. Während alle diese Fälle glücklicherweise eine breite gesellschaftliche Unterstützung erfahren haben, waren es stets Trägerverbände und Komitees, die diese Aktionen mit Ausschluss, Geldstrafen oder Verboten sanktioniert haben.

Weiterlesen hier.

Frisch aus dem Druck: Nachgefragt 2021

Die dritte Nachgefragt-Broschüre wartet darauf, gelesen zu werden. Diesmal haben wir einen Schwerpunkt zu den Auswirkungen von Corona mit spannenden Interviews mit Each One Teach One (EOTO) e.V., den Frauen von #ichbinkeinvirus, Pia Lamberty, MBR Berlin und weiteren Expert*innen. Bei Interesse schicken wir euch gerne ein paar Exemplare zu. Und wer lieber online liest: Alle Interviews findet ihr auch unter nachgefragt.org 

04. September: Auf zur kleinen Friedensfahrt!

Nie wieder Krieg, lautet das Motto der kleinen Friedensfahrt von Lichtenberg nach Marzahn-Hellersdorf. Nachdem die Fahrt anlässlich des 75. Jahrestages Befreiung vom Nationalsozialismus aufgrund der Pandemie ausfallen musste, laden wir nun endlich zur gemeinsamen Fahrt ein! Also rauf aufs Rad!

Die “kleine Friedensfahrt” steht ganz im Zeichen des 75. + 1. Jahrestages der Befreiung sowie der Gründung der Volkssolidarität. Frieden wahren und Solidarität schaffen sind angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen hierzulande und weltweit aktueller denn je. Im Sinne und der Tradition der Menschen verbindenden Friedensfahrten von 1948 bis 2006, greifen wir die Grundgedanken wieder auf: Solidarität, Zusammenhalt und der Wunsch nach einer friedlichen Gesellschaft.

Wir nehmen den 04. September 2021, nur drei Tage nach dem Internationalen Antikriegstag, zum Anlass, auf den Straßen der beiden Bezirke deutlich zu sagen: Nie wieder Krieg! (mehr …)

Veranstaltung am 12. August: Betongold? Die Frage nach sozialem Wohnen in Hohenschönhausen

Die Mieten steigen und Wohnungen werden auch in Hohenschönhausen immer knapper. Während dieser Ortsteil vor vielen Jahren häufiger als „Randlage“ bezeichnet wurde und auch Leerstand sowie niedrigere Mieten charakteristisch zu sein schienen, hat sich die Situation längst grundlegend verändert:

Wohnungssuchende sind vor viele Probleme gestellt. Immer mehr Menschen leben auf engem Raum außerhalb des Ringes während immer weniger auf immer mehr Raum innerhalb des Rings von Berlin wohnen.
Dass dringend benötigter, günstiger und adäquater Wohnraum auch hier entstehen muss, ist in aller Munde. Doch wie? In unserer Veranstaltung gehen wir daher dieser brennenden Frage nach:

Wie hat sich die Situation um Wohnraum in den letzten Jahrzehnten geändert?
Wie sieht die Zukunft für sozialen Wohnraum in Hohenschönhausen aus? (mehr …)

Newsletter für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf – Juli/August 2021

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zum fünften Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2021.

Der Wahlkampf hinsichtlich der Bundestagswahl, der Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen geht langsam seinem Höhepunkt entgegen. Um so mehr freuen wir uns, dass sich die demokratischen Parteien im Bezirk auf eine “Erklärung für einen fairen Wahlkampf und eine demokratische Gesellschaft” verständigen konnten. Mehr dazu in unserem Newsletter-Schwerpunkt.
 
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