Koordinierungsstelle Marzahn-Hellersdorf

Nicht wegschauen! Extrem rechten Aktivitäten in Marzahn-Hellersdorf muss zivilgesellschaftlicher Widerstand entgegengesetzt werden

Die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf bedankt sich an dieser Stelle für die Unterstützung und Solidarität durch die Fraktion der Partei die LINKE in Marzahn-Hellersdorf. Wir dokumentieren die entsprechende Erklärung:

Zu rechtspopulistischen und extrem rechten Aktivitäten in Marzahn-Hellersdorf, insbesondere zur Bedrohung mit einer Schusswaffe vor einer Unterkunft für geflüchtete Menschen in Hellersdorf, erklären der Vorsitzende der Linksfraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf, Bjoern Tielebein, und der Bezirksvorsitzende der LINKEN Marzahn-Hellersdorf, Kristian Ronneburg:

In dieser Woche kam es in Marzahn-Hellersdorf erneut zu einer Bedrohungssituation vor einer Unterkunft für geflüchtete Menschen. Ein 27-jähriger Mann schoss mit einer Waffe in die Luft und rief rassistische Drohungen. Die Polizei konnte den Täter wenig später festnehmen und Ermittlungen einleiten. Wenige Wochen zuvor, im Januar 2020, wurden zwei junge Bürger von einem Mann vor einem Fitnessstudio in Marzahn rassistisch beleidigt und bedroht. Der Täter war gewalttätig, die Opfer mussten sich verteidigen.

Weiterlesen

Rückzug vom „Stillen Gedenken“ | neue Erinnerungsformen gesucht Heimatverein zieht Konsequenzen

“LichtenbergMarzahn+” berichtet:

Marzahn-Hellersdorf. Der Heimatverein Marzahn-Hellersdorf wird künftig das „Stille Gedenken“ zum „Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“ nicht mehr mit organisieren. Mit diesem Paukenschlag ging die Jahrespressekonferenz des Vereins am vergangenen Mittwoch, 12. Februar, zu Ende. (Hier die ganze Erklärung auf Facebook)

Heimatverein war Initiator des „Stillen Gedenkens“

Man sah es dem Vereinsvorsitzenden Wolfgang Brauer an, dass ihm diese Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Schließlich war der Verein vor 13 Jahren der Intitiator dieser Gedenkveranstaltung auf dem Parkfriedhof in Marzahn. Brauer erinnerte daran, dass die Mitglieder des Heimatvereins die grundlegenden historischen Forschungen auch über die dunkelsten Kapitel der Deutschen und der Berliner Geschichte betrieben haben. Mitglieder des Heimatvereines haben die Geschichte der Zwangsarbeiterlager in Marzahn und Hellersdorf erforscht, haben sich mit dem Widerstand und der Verfolgung von Menschen in den Dörfern in der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. Daraus wurde die Ausstellung „Heimat – Deine Sterne“ gestaltet.

Schließlich sei auch das Denkmal für die Opfer der Zwangsarbeit auf dem Parkfriedhof durch die Initiative des Vereins entstanden. Er habe damals Spenden gesammelt, damit dieses Denkmal gegossen werden konnte. Am 27. Januar 2007 fand zum ersten Mal das „Stille Gedenken“ statt.

Weiterlesen

Siehe auch:

“Stilles Gedenken” künftig ohne Heimatverein (Die Hellersdorfer, 13.2.2020)

Wider das Vergessen – Die Erinnerung wachhalten

Soeben ist eine Broschüre des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt
Marzahn-Hellersdorf  in Erinnerung an die jüdischen Opfer des Naziregimes in unserem Bezirk erschienen!
 
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf erinnerte in der Woche vom 2. bis 9. November 2018 mit einer Vielzahl an Veranstaltungen an den 80. Jahrestag der Novemberpogrome 1938. Im Rahmen der Gedenkwoche wurde die Ausstellung „Wider das Vergessen“ gezeigt, die danach auch an andere Orte im Bezirk gewandert ist. Die Ausstellung zeigt Fotos der im Bezirk verlegten Stolpersteine und informiert über die Schicksale jüdischer Menschen, um an sie zu erinnern. Millionen von Menschen wurden während des Nationalsozialismus diskriminiert, gefoltert, vergewaltigt und ermordet. Es waren jüdische Menschen, Sinti und Roma, Schwarze Menschen, religiöse Minderheiten wie die Zeugen Jehovas, Menschen mit Behinderungen und jene, die als „asozial” stigmatisiert wurden, Schwule, Lesben und trans* Menschen sowie politische Gegner*innen aus unterschiedlichen Richtungen. In dieser Broschüre, die die Ausstellung ergänzen soll, legen wir den Fokus – dem Anlass der Gedenkwoche entsprechend – auf die Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen in Marzahn-Hellersdorf.
 
Zum Download der Broschüre geht es hier

Erfolgreiches Fachgespräch zum Thema “Engagiert für eine demokratische Kultur”

Am Montag den 3.2.2020 fand in Hellersdorf ein spannendes Fachgespräch mit etwa 40 Teilnehmer*innen zum Thema
“Engagiert für eine demokratische Kultur –
Zur Debatte um das vermeintliche „Neutralitätsgebot“ sowie zum Umgang mit Rechtspopulismus und der extremen Rechten in Marzahn-Hellersdorf” statt.

Die Einladung erfolgte durch die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf mit Unterstützung der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke (Lichtenberg) für interessierte Träger, Jugendfreizeiteinrichtungen und Mitarbeiter*innen von Stadtteilzentren im Bezirk.

Wir danken allen Beteiligten für diese sehr gelungene Veranstaltung!

(mehr …)

30 Jahre pad

30 Jahre in sozialer Verantwortung – 30 Jahre pad gGmbH wird gefeiert

Im Januar 1990 konstituierte sich im Ostteil Berlins eine Initiative engagierter Eltern, Lehrer_innen und Jugendlicher, deren erklärtes Ziel darin bestand, gegen Drogenmissbrauch präventiv tätig zu werden. Aus dieser Initiative ging im Frühjahr 1990 der Verein „pad e.V. – Eltern, Kinder und Jugendliche gegen Drogenmißbrauch“ hervor. In den letzten 30 Jahren hat sich der freie Träger der Jugendhilfe verändert, das soziale Engagement sowie die Trägerstruktur weiterentwickelt und sich aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen angepasst. Folgerichtig wurde 2014 aus dem pad e.V. die pad gGmbH.

Weiterlesen

Finissage der Ausstellung „Immer wieder? Extreme Rechte und Gegenwehr in Berlin seit 1945“

Am Mittwoch, den 05. Februar 2020 von 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr findet die Finissage der Ausstellung „Immer wieder? Extreme Rechte und Gegenwehr in Berlin seit 1945“ in der VHS Marzahn-Hellersdorf  in den Räumen der Ausstellung statt: Räume 003 und 008 der Volkshochschule, Mark-Twain-Straße 27, 12627 Berlin Thematischer Input mit anschließender Diskussion: “Neutral bekommt ihr nicht …mehr

Mitmachen gern gesehen: Kooperationsforum Marzahn-Hellersdorf der Alice Salomon Hochschule

Das Kooperationsforum Marzahn-Hellersdorf der Alice Salomon Hochschule bildet ein Bindeglied zwischen Hochschule und Bezirk. Es ist offen für alle, die an einer Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Hochschule und Bezirk, Stadtteil, Quartier mitwirken möchten. Die Aktiven freuen sich über zusätzliche Mitstreiter*innen bei Aktionen und Terminen, wie auch über neue Ideen für die regelmäßig stattfindenden Stadtteilführungen im …mehr

Bezirkliches Integrationsprogramm Marzahn-Hellersdorf

Das bezirkliche Integrationsprogramm für Marzahn-Hellersdorf steht ab sofort auf der Seite des Bezirksamtes zum Download bereit.

 

Die Abkürzung “SLON” wird für das seit 2009 jährlich stattfindende Demokratiefest “Schöner leben ohne Nazis” verwendet und heißt auch Elefant auf russisch.

 

“Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ihr Gelingen hängt ganz wesentlich vom Engagement der Zivilgesellschaft und vom Beitrag jedes Einzelnen ab. Das bezirkliche Integrationsprogramm für Marzahn-Hellersdorf ist daher ein Gemeinschaftswerk. Es ist das Ergebnis eines Prozesses, in dem sich zahlreiche Expertinnen und Experten intensiv und umfassend mit den kleinen und großen Themenfeldern der Integrationspolitik des Bezirks befasst haben. Wo stehen wir? Wo wollen wir hingelangen? Welche Schritte müssen getan werden, um diese Ziele zu erreichen?”

Weiterlesen

 

Stolpersteinausstellung „Wider das Vergessen“ weiter auf Wanderschaft durch den Bezirk

Unsere Ausstellung „Wider das Vergessen“ wandert nach wie vor durch den Bezirk. In dieser werden die meisten im Bezirk verlegten Stolpersteine gezeigt, mit denen an die aus diesem Bezirk in der NS-Zeit deportieren jüdischen Mitbürger*innen erinnert wird. Von Anfang Dezember bis Mitte Januar stand sie im Viktor-Klemperer-Kolleg. Auf der Website des Kollegs steht dazu: „Kollegiaten der 12. Klasse erforschten im Rahmen des Geschichts- und Politikwissenschaftsunterrichts die Einzelschicksale anhand der Plakate in der Ausstellung. Die Verfolgung und Ausgrenzung der jüdischen Mitbürger, die meistens mit der Ermordung in den Vernichtungslagern endete, bewegte die Kollegiaten tief. Ganze Familien wurden im Bezirk ausgelöscht, nur vereinzelt gelang die Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland.“ Am 13. Januar hielt Henny Engels im Kolleg den Vortrag zur Ausstellung und diskutierte mit den teilnehmenden Kollegiat*innen über die Konsequenzen, die sich aus den Verbrechen der NS-Zeit für heute ergeben. (mehr …)