Koordinierungsstelle Marzahn-Hellersdorf

Newsletter für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf – August – September 2022

Der aktuelle Newsletter (Nummer 6/2022) der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf ist erschienen.

Wir verabschieden uns hiermit vom 1.8. – 19.8. in den Sommerurlaub und wünschen Euch und Ihnen ebenfalls einen schönen August!

Wir sehen uns hoffentlich spätestens auf unserem Demokratiefest Schöner Leben ohne Nazis am 3.9. auf dem Alice Salomon Platz.

Zum neuen Newsletter geht es hier: https://mailchi.mp/6b0e4c4bf8d3/newsletter-fr-demokratieentwicklung-marzahn-hellersdorf-augustseptember-2022

Fachaustausch “Grenzenlos gestärkt in den Alltag!”

Haltung zeigen –  Wie gehe ich adäquat mit/bei rassistischen oder antisemitischen Aussagen in meiner Arbeit als pädagogische Fachkraft vor/um?

Immer wieder kommt es vor, dass wir bei der Arbeit durch Kolleg*innen, im Austausch mit Geldgeber*innen oder auch durch unsere Klient*innen/ die jungen Menschen, die unsere Angebote nutzen, mit rassistischen oder antisemitischen Aussagen konfrontiert werden.

Manchmal kommt es so unerwartet, dass es uns überrumpelt. Nicht selten erstarren wir dann oder hinterfragen uns lange, ob wir uns sicher sind, dass eine Aussage diskriminierend ist oder nicht – und verpassen dann den Zeitpunkt, etwas dagegen zu tun. (mehr …)

Praxissemester in der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf

Ab 1. Oktober 2022 besteht wieder die Möglichkeit ein Praxissemester in der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung zu machen.

Die Koordinierungsstelle beobachtet demokratiegefährdende Phänomene zusammen mit Kooperationspartner*innen, z.B. den beiden bezirklichen Registerstellen zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle, und entwickelt darauf aufbauend zusammen mit Akteur*innen vor Ort passende Handlungsstrategie. Dabei ist die Sensibilisierung für die Themen Rassismus, extreme Rechte und Diskriminierungsformen jeglicher Art ein zentrales Anliegen. (mehr …)

Bündnisse gegen extreme Rechte, Antisemitismus etc. in den Berliner Bezirken

Die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf hat eine berlinweite Übersicht über Fach- und Netzwerkstellen, Bündnisse gegen extreme Rechte, Antisemitismus etc. und die bezirklichen Partnerschaften für Demokratie erstellt, um das zivilgesellschaftliche Engagement und auch die überbezirkliche Vernetzung weiter zu vereinfachen. Falls Sie als Leser*innen Ergänzungen haben sollten, senden Sie uns gerne eine Mail: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de  (mehr …)

Presseschau zum 13. Bundesparteitag der AfD in Riesa

Von Freitag bis Sonntag (17.06-19.06.2022) fand in der Stadthalle im sächsischen Riesa der 13. Bundesparteitag der rechtsaußen Partei Alternative für Deutschland statt. Neben ausführlichen Neuwahlen der Bundessprecher*innen, deren Stellvertreter*innen, der Schatzmeister und des Schriftführers wurden programmatische und strategische Abstimmungen getätigt.

Inhaltlich und personell siegte auf dem Bundesparteitag die Strömung um den weit-rechtsaußen Björn Höcke. Die Berliner Delegierten um Beatrix von Storch und Gunnar Lindemann durften per Gerichtsbeschluss nicht teilnehmen, reisten aber trotzdem in die sächsische Stadt Riesa, um vor Ort zuzuschauen. Nach Streitigkeiten um eine Resolution, eingebracht von der Höcke-Strömung, zum Thema Russland, EU-Auflösung und einem sog. DEXIT wurde der Parteitag vorzeitig beendet.

Parteiforscher*innen sprechen von einem Parteitag, der die Tore endgültig öffnet: für eine Faschisierung der Partei, für eine Höckesierung der AfD und von einem klaren Erfolg der völkisch-nationalistischen Strömung.

Artikel, Kommentare und Einschätzungen finden Sie in der folgenden Presseübersicht.

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Newsletter für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf – Juni/Juli 2022

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zum fünften Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2022 für die beiden Monate Juni und Juli.

Im Mai und Juni gab es erneut einige Aktivitäten der Zivilgesellschaft in Marzahn-Hellersdorf:

Der 8. Mai 1945 ist ein denkwürdiger Tag: Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht endeten fast sechs Jahre Krieg auf europäischem Boden und zwölf Jahre nationalsozialistische Schreckensherrschaft. Heute, 77 Jahre später, steht das Gedenken stark unter dem Eindruck eines erneuten Krieges im Herzen Europas. Die Politik im Bezirk Marzahn-Hellersdorf und auch an vielen anderen Orten des Landes hat sich angesichts der Ereignisse in der Ukraine entschieden, eher in Stille den 8. Mai als „Tag der Befreiung“ durch die alliierten Streitkräfte zu würdigen und an die Millionen Opfer zu erinnern. Einen Bericht dazu gibt es hier.

Zum aktuellen Newsletter geht es hier.

Fachdokumentation erschienen: Kinder- und Jugendliche in der Pandemie

Die vergangenen zwei Jahre der Corona-Pandemie haben viele Spuren bei Kindern und Jugendlichen hinterlassen. Am 26. April führten wir daher ein Fachgespräch zu den Auswirkungen der Pandemie auf unsere jungen Zielgruppen.

Unter dem Motto “Verlorene Jugend?! Kinder- und Jugendarmut und die Auswirkungen der Corona-Pandemie“ luden wir Fachkräfte aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit bzw. der Jugendhilfe ein und diskutierten kollegial die beobachteten Folgen und sinnvolle pädagogische Handlungsstrategien.

Die Dokumentation der Veranstaltung kann hier heruntergeladen und gelesen werden.

Diese Veranstaltung wurde vom überbezirklichen Fachtagskreis “Grenzenlos gestärkt in den Alltag” aus den Bezirken Pankow, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick sowie von der Praxisstelle ju:an organisiert.

Presseschau zum Verfassungsschutzbericht 2021

Am Dienstag, den 07.06.2022 veröffentlichte das Bundesamt für Verfassungsschutz mit ihrem Chef Thomas Haldenwang und die Ministerin des Inneren Nancy Faeser den Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2021. Beide betonten in ihrer Vorstellung des Berichts die besondere Gefahr für die Demokratie, welche durch die extreme Rechte ausgeht. Zwar ist erstmals seit 3 Jahren die Zahl der Gewalt- und Straftaten gesunken, jedoch nahm die Anzahl von extrem rechten Akteur*innen mit Gewaltpotenzial zu. Insgesamt zählte das Bundesamt für Verfassungsschutz knapp 34.000 extreme Rechte und 13.500 gewaltbereite.
Den gesamten Bericht können Sie hier einsehen.

Artikel, Kommentare, Einschätzungen und Kritik an dem Bericht finden Sie in der folgenden Presseübersicht.

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20 Jahre Netzwerkstellen in Ostberlin

In diesem Jahr feiern vier Netzwerkstellen im Berliner Osten ihr Jubiläum: 20 Jahre engagiert vor Ort gegen extreme Rechte und Rassismus und für eine menschenrechtsorientierte Kultur. Das nehmen wir zum Anlass einen Blick auf die Entwicklungen und Herausforderungen in diesem Arbeitsfeld zu werfen.

Von Annika Eckel (Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke)

»Wollen Sie daraus nicht einen Antrag für eine Netzwerkstelle machen?«, fragte uns die Antragsberaterin Anfang 2002. »Für Pankow liegt uns noch keiner vor. Antragsfrist ist in einer Woche.« Eigentlich wollten wir, die damalige Geschäftsführerin der Pfefferwerkstadtkultur und ich, nur ein halbjährliches Erinnerungsprojekt mit Zeitzeug*innen der Gedenkstätte Sachsenhausen beantragen.

Weiterlesen hier.

 

20 Jahre Licht-Blicke

2002 begann in Lichtenberg die Netzwerkstellenarbeit mit dem Ziel zivilgesellschaftliches Engagement zu stärken und extrem rechten Strukturen etwas entgegenzusetzen. Mit ehemaligen Kolleg*innen werfen wir einen Blick zurück. Was waren Herausforderungen und Meilensteine?

Im Rahmen des damaligen Bundesprogramms “CIVITAS – Initiative gegen Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern” gab es auch für die Berliner Ostbezirke die Möglichkeit Netzwerkstellen aufzubauen, um demokratische, menschenrechtsorientierte Handlungsstrategien vor Ort zu entwickeln. In Pankow, Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf bestehen diese Projekte noch heute. Bei ihnen sind u.a. die Koordinierungsstellen der Partnerschaften für Demokratie, die Registerstellen und verschiedene Projekte der politischen Bildungsarbeit angesiedelt. 

Gespräch mit Andreas Wächter.

Gespräch mit Wiebke Eltze.

Gespräch mit Eva Prausner.