Koordinierungsstelle Marzahn-Hellersdorf

Keine Platten Geschichten – Marzahn erzählt

Wie lebt es sich in der Platte?
 
Bei einem Erzählfest im Kulturgut Marzahn erzählten Bewohner*innen ihre Geschichten: Alte und Junge, Migrant*innen und Deutsche, Arbeiter *innen und Professor*innen, Gewinner*innen und Verlierer*innen kamen in Erzählsalons zusammen und berichteten, wie sie in den Stadtteil kamen, was sie bei der Arbeit erleben, wem sie begegnen, wie sie früher wohnten und wie sie heute wohnen.
 
Die Autor*innen von Rohnstock Biografien schrieben die Geschichten in dem Buch »Marzahn erzählt. Keine platten Geschichten« auf, die gründlich mit den Vorurteilen über Marzahn aufräumen.
 

Beratung und Netzwerkarbeit im Kontext von Demokratiegefährdung und extrem rechten Orientierungen

Wir möchten Sie und Euch an dieser Stelle gerne auf die Weiterbildung “Beratung und Netzwerkarbeit im Kontext von Demokratiegefährdung und extrem rechten Orientierungen” hinweisen. Diese startet jetzt im September in Berlin und es sind noch Plätze frei. Wir bitten Sie und Euch um Weiterleitung an potenziell Interessierte. Kolleg*innen aus der Stadtteilarbeit oder Gemeinwesenarbeit sind ausdrücklich angesprochen.
 
Bewerbungsfrist ist der 29.07., am 15.07. gibt es von 15.30-18.00 Uhr eine virtuelle Info-Veranstaltung (Anmeldung unter eckloff@ash-berlin.eu )
 
Alle Infos zur Weiterbildung hier.

Rassismus und extreme Rechte in der Polizei: Der Abwehrreflex hat Geschichte

Es braucht dringend wissenschaftliche Untersuchungen über Rassismus in der Polizei. Doch Politik und Polizei wehren sie immer wieder mit fadenscheinigen Argumenten ab.

Racial Profiling ist gesetzlich verboten, also findet es nicht statt. Das ist, sinngemäß, die nicht sehr intelligente Begründung des Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) dafür, eine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung des Rassismus in seinem Zuständigkeitsbereich, also bei der Bundespolizei, für unnötig zu erklären und abzulehnen. Souveränität im Umgang mit Problemen innerhalb der Polizei sieht anders aus. 

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Presseschau rund um das Thema struktureller Rassismus und mögliche extrem rechte Netzwerke in der Polizei:

Neue Todesdrohungen an Linken-Politikerinnen und Baydar (Hessenschau, 16.07.2020)

Der Sumpf im Sumpf – Neonaziskandal in Hessens Polizei (Junge Welt, 16.07.2020)

Hessen und andere Beispiele: Die Polizei – (k)ein Freund und Helfer? (RND – 16.07.2020)

NSU-Ombudsfrau zu Hessen: “Rücktritt des Polizeipräsidenten ist keine Aufklärung” (RND, 16.07.2020)

So viele „Einzelfälle“ (Freitag, 16.07.2020)

„Weiblichkeit, die Gleichheitsansprüche stellt, steht unter ständiger Todesdrohung von rechter Männlichkeit“ (Deutschlandfunk, 16.07.2020) (mehr …)

18.7.2020 Марцан Прайд | Marzahn Pride

Die Marzahn Pride findet am Samstag, den 18. Juli 2020 statt.

Wir warten auf euch!

Manifest:

Wir sind stolz auf Vielfalt und haben Stereotype satt!
Darum möchten wir unseren russischsprachigen Mitbürger*innen Deutschlands zeigen, dass die LGBT+ Community aus Menschen besteht, die die gleichen Rechte besitzen.

Aus diesem Grund möchten wir im Zentrum von Marzahn, dem Berliner Stadtteil mit den meisten russischsprachigen Einwohnern, auf uns aufmerksam machen. Unser Ziel ist, Stereotype aufzulösen und Marzahn zu überzeugen, uns ohne wenn und aber zu akzeptieren, damit wir uns nicht nur am Nollendorfplatz, aber auch in der Landsberger Allee sicher und wohl fühlen können.

Wir möchten zu Diskussionen hinsichtlich unser Identität anregen und darüber sprechen, wie es ist, Emigrant*in“ und gleichzeitig schwul, lesbisch, bi-, pan- oder transsexuell in Deutschland zu sein.

Darüber hinaus möchten wir auf die Gefahr hinweisen, in der sich die LGBT+ Community in osteuropäischen und zentralasiatischen Ländern befinden.
Wir haben die Sprache des Krieges und des Hasses satt.

Auf Intoleranz möchten wir mit Bildung, Offenheit und einer großen Feier antworten und laden Euch alle zur Marzahn Pride 2020 ein!

Gastgeber: Quarteera

Marzahn Pride Website

FB-Event

Lesung am 15.7.2020 im MAXIE-Treff der WG Wuhletal eG: Lies das Buch, nicht das Cover! (mehr …)

Schöner leben ohne Nazis 2020 am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

Am 5. September 2020 findet nunmehr zum zwölften Mal das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz statt.

 „Schöner leben ohne Nazis“ wurde vor 12 Jahren, initiiert von verschiedenen Parteien und Vereinen, erstmals durchgeführt. Seitdem hat sich das Netzwerk stetig erweitert. Insgesamt werden sich in diesem Jahr über 40 Institutionen, meist aus dem Bezirk auf der Bühne oder an Ständen daran beteiligen.

Im Anbetracht der gegenwärtigen der gegenwärtigen Wahlergebnisse, der nationalistischen und rassistischen Tendenzen gerade auch in unserem Bezirk, ist es ums so bemerkenswerter, dass diese Veranstaltung von einem breiten ehrenamtlichen Engagement lebt, dass mit viel Liebe von Bürgern dieses Bezirkes organisiert und umgesetzt wird.

Bei „Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ präsentieren sich verschiedene im Bezirk ansässige demokratische Akteure (z.B. Vereine, Initiativen, Parteien, Ämter, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften), die sich aktiv dem Ziel verschrieben haben, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung, Rechtsextremismus und jedwede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu setzen.

Auf dem Fest werden sich die Akteure mit Infoständen und Aktionen für Menschen jeden Alters vorstellen. Mit dabei sind Spielangebote und Basteleien für die Kleinen, Quizze und Sport für Jugendliche, Informationen und Ausstellungen für die Älteren.

Programm hier.

Dokumente zum Download: Standanmeldung

Nachgefragt #10 – Kinderrechte in der Krise?

Die Auswirkungen der Pandemie auf Kinder, Jugendliche und ihre Rechte
In den vergangenen Monaten dominieren mediale Berichterstattungen und die gesellschaftlichen Debatten zur Corona-Pandemie sowie den getroffenen behördlichen Maßnahmen.

Kinder, Jugendliche und ihre Rechte sind allerdings wenig bis gar nicht Gegenstand der öffentlichen Diskussionen. Dabei sind sie selbstverständlich Träger*innen von unveräußerlichen Rechten und sollen bei allen sie betreffenden Maßnahmen beteiligt werden. Bisher ist davon kaum etwas zu spüren und wichtige Entscheidungen, die Kinderrechte direkt und indirekt betreffen, werden ohne ihre Stimmen gefällt. Die Maßnahmen zur temporären Schließung von Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Spielplätzen sind da nur einige zu nennende Bereiche.

Dabei ist genau jetzt der Zeitpunkt bekommen, Kinderrechte nicht nur mit Lippenbekenntnissen zu erwähnen, sondern sie auf allen Ebenen zu stärken. Bereits seit Jahren sollen Kinderrechte aus der 1989 verabschiedeten UN-Kinderrechtskonvention im Grundgesetz verankert werden. Wie ist die Situation der Kinderrechte zwischen Pandemie und Infektionsschutz?

Im Rahmen der zehnten Ausgabe der Reihe „Nachgefragt. Gestärkt für ein solidarisches Miteinander“ sprechen wir darüber mit Linda Zaiane, Leiterin der Koordinierungsstelle Kinderrechte beim Deutschen Kinderhilfswerk. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie Kinderrechte gestärkt aus dieser aktuellen Krise hervorgehen können und welche Rolle uns als Fachkräfte zukommt.

Die Interviewreihe im neuen Podcast-Format findet ihr hier.

NACHGEFRAGT #9 – Widerstandswissen sichtbar machen!

In neuesten Interview Nachgefragt #9 spricht Céline Barry über die Arbeit des Vereins Each One Teach One (EOTO) e.V.., (Anti-Schwarzem) Rassismus, Empowerment Schwarzer Menschen und wie wirkungsvolle Netzwerke gegen Diskriminierung geknüpft werden können.
Das Interview wurde von Demokratie Büro in Mitte geführt.

Viel Spaß beim Lesen!

Das PDF zum Nachlesen findet ihr hier:

https://licht-blicke.org/wp-content/uploads/2020/06/nachgefragt_Interviewreihe_9_4.pdf

Banneraktion zum Aktionstag #SoGehtSolidarisch

Auch die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf hat sich mit einem eigenen Banner am Aktionstag #SoGehtSolidarisch des Unteilbar-Bündnisses beteiligt! Dieses wurde an der Aussenfassade der Alice-Salomon-Hochschule in Hellersdorf angebracht. Für ein inklusives Wir – Schafft viele solidarische Kieze!

Bilderbuch: Berlin-Marzahn

Eine Reportage des rbb:

Der einst größten Plattenbausiedlung der DDR am Rande Berlins eilt ein rauer Ruf voraus. Doch Marzahn gehört zu den grünsten Ecken der Stadt, hat Freiräume, die man im Zentrum mittlerweile vergeblich sucht – und wird von den Berlinern neu entdeckt.

Ganz am Rande Berlins liegt die einst größte Plattenbausiedlung der DDR: Marzahn. Wer kurz nach dem Baubeginn Ende der 70er Jahre eine Wohnung in einem der Hochhäuser beziehen konnte, hat sich glücklich geschätzt: Fernwärme, Badezimmer in der Wohnung, Aufzug. Großartig! Marzahns Bewohner müssen heute auch nicht lange überlegen, was sie an ihrem Ortsteil schätzen: Er gehört zu den grünsten Ecken Berlins, ist gut angebunden, und hat noch die Freiräume, die man im Zentrum Berlins mittlerweile vergeblich sucht.

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