Koordinierungsstelle Marzahn-Hellersdorf

Newsletter für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf – November/Dezember 2021

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zum siebten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2021.

Die Wahlen zum Bundestag, zum Abgeordnetenhaus in Berlin und zur BVV haben für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu durchaus überraschenden Ergebnissen geführt. Vor den Wahlen hätte wohl niemand damit gerechnet, dass Mario Czaja von der CDU der langjährigen Bundestagsabgeordneten der Linken, Petra Pau, bei der Bundestagswahl das Direktmandat mit 8,5 % Vorsprung bei den Erststimmen abnehmen würde. Auch dass die SPD mit 23,4 Prozent bei den Zweitstimmen stärkste Kraft vor der AfD (16,9 Prozent), der CDU (16,4 Prozent) und den Linken (15,9 Prozent) an nur mehr vierter Stelle werden würde, war so sicherlich nicht vorhersehbar.

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Wahlen in Marzahn-Hellersdorf am 26.9.2021 – Bundestag, Abgeordnetenhaus und BVV – Artikel, Zahlen, Auswertungen und Einschätzungen

Anbei hat die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf eine Übersicht zu den Wahlen am 26.9.2021 aus bezirklicher Sicht erstellt. Wir haben Presseberichte, interessante Analyseartikel, Zahlen, Auswertungen und ein paar eigene Einschätzungen zusammengetragen. Wir werden den Beitrag im Laufe der kommenden Wochen weiter aktualisieren. (Stand: 18.10.2021)

Presse:

Kein einfaches politisches Pflaster: Marzahn-Hellersdorf (rbb Inforadio, 24.9.20221)

Mario Czaja triumphiert in Marzahn-Hellersdorf (Berliner Morgenpost, 27.9.2021)

Marzahn-Hellersdorf: Das kommt auf die Politik zu (Berliner Morgenpost, 27.9.2021)

BVV-Wahl: Teilweise dramatische Verschiebungen (Berliner Zeitung, 27.9.2021)

Auszählung in Berlins Bezirken beendet – Wahlkrimi in Tempelhof-Schöneberg (Tagesspiegel, 27.9.2021)

Grüne können auf fünf Bezirksbürgermeister hoffen (Tagesspiegel, 27.9.2021)

Wahl ohne Ver­lie­re­r*in­nen (taz, 27.9.2021)

Berlin-Wahl 2021: CDU sorgt für Überraschungen in Marzahn-Hellersdorf (Bezirks-Journal, 27.9.2021)

Mario Czaja (CDU) siegt in Berlin-Marzahn-Hellersdorf (Der Spiegel, 27.9.2021)

Warum man in Marzahn-Hellersdorf nicht mehr die Linke wählt (Berliner Zeitung, 27.9.2021)

„Wir müssen die Partei erneuern“: Für Petra Pau muss sich die Linke mehr der Zukunft zuwenden (Tagesspiegel, 27.9.2021)

„Das Ergebnis überrascht auch mich“: Die CDU erobert Berlins Osten – wie das gelungen ist (Tagesspiegel, 27.9.2021)

Die Bundestagswahl: Czaja gewinnt trotz Laschet (Tagesspiegel, 27.9.2021)

Die Abgeordnetenhauswahl: 70 Stimmen geben den Ausschlag (Tagesspiegel, 27.9.2021)

Die BVV-Wahl: Ein CDU-Sieg, aber keine klare Mehrheit (Tagesspiegel, 27.9.2021)

Volksentscheid: Marzahn-Hellersdorf klar für Enteignungen (Tagesspiegel, 27.9.2021)

Linke verliert dramatisch in den Bezirken (Neues Deutschland, 27.9.2021)

CDU-Politiker Mario Czaja kritisiert Wahlkampf seiner Partei (rbb, 28.9.2021)

Berliner Linken-Politikerin Pau fordert ihre Partei zu Konsequenzen auf (rbb, 28.9.2021)

Pau: Linke muss Konsequenzen ziehen (Neues Deutschland, 28.9.2021)

Plötzlich bürgerlich? Warum Marzahn-Hellersdorf nun CDU statt Linke wählt (Berliner Zeitung, 1.10.2021)

Warum wählt Marzahn-Hellersdorf nicht mehr links? (Deutschlandfunk, 1.10.2021)

Das Bezirksparlament wird bunter (Die Hellersdorfer, 4.10.2021)

Deutsche Linke: Die roten Kümmerer wissen selbst nicht mehr weiter (Der Standard, 5.10.2021)

Poker um den Chefposten im Rathaus: Vorteil SPD (Tagesspiegel, 5.10.2021)

Czaja und Spranger: Über den Bezirk hinaus gefragt (Tagesspiegel, 5.10.2021)

Wahl-Pannen gab es auch in Marzahn-Hellersdorf (Tagesspiegel, 5.10.2021)

Nachwahl im Marzahner Norden möglich (Die Hellersdorfer, 15.10.2021)

Konturen eines Zusammenbruchs – Mobilisierungsfähigkeit nicht vorhanden: Überlegungen zum Bundestagswahlergebnis von Die Linke im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf (Junge Welt, 15.10.2021)

Tagesspiegel Plus

Und raus bist du::.Warum niemand mit der Berliner CDU koalieren will (Tagesspiegel, 23.10.2021)

Beton statt Beteiligung – Verbände und Initiativen kritisieren Sondierungsergebnisse von SPD, Grünen und Linke (Neues Deutschland, 18.10.2021)

Mario Czaja: : “Ich möchte die Menschen aus Marzahn vertreten” (Zeit, 19.10.2021)

CDU über Ausgrenzung im Bezirk empört (Die Hellersdorfer, 25.10.2021)

Bündnis in Marzahn-Hellersdorf will CDU-Kandidat als Bürgermeister verhindern (rbb, 25.10.2021)

Gordon Lemm (SPD) soll durch ein Fünf-Parteien-Bündnis zum Bürgermeister werden (Berliner Woche, 25.10.2021) 

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Aufsuchende politische Bildung im Quartier

Der Sozialraum Quartier als Lernort für die Förderung politischer Partizipation

Johanna Blender, Juli 2021
Unter Mitarbeit von Wassili Siegert, Jakob Quentin, Maëlle Dubois, Imge Tak

Unter den Praxisbeispielen kommt auch das Vorläuferprojekt der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung – das Projekt Ponte – interkulturelle Nachbarschaftsvermittlung in Marzahn-Nord und Hellersdorf-Nord zu Wort:

Bildung ist Voraussetzung für die Partizipation an gesellschaftlichen und politischen Prozessen. Als Ressource wird sie jedoch maßgeblich von sozioökonomischen Voraussetzungen bestimmt. Umgekehrt ist die Repräsentation aller Menschen unumstößliche Grundlage des demokratischen Systems. Derzeit führen politische Ungleichheiten und fehlende politische Repräsentation zu einer beiderseitigen Entfremdung zwischen bestimmten Bevölkerungsgruppen und politischen Akteuren.

Konsequenzen gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen wie dem demografischen Wandel, Migration und ungleichen wirtschaftlichen Entwicklungen zeigen sich in einer zunehmenden sozialen Spaltung und sozialräumlichen Segregation, die regional geballt in Wohnquartieren auftritt. So äußert sich der gesamtgesellschaftliche Rechtsruck in einer Zunahme rechtsextremer und -populistischer Einstellungen und Aktivitäten vermehrt in segregierten Wohnquartieren.

Fachgespräch im Oktober: Online-Radikalisierung von rechts

Im Workshop betrachten wir gemeinsam den Phänomenbereich „Online-Radikalisierung“ mit einem Schwerpunkt auf rechtsextreme Akteur*innen und deren gezielte Ansprachen an Jugendliche. Das Fachgespräch richtet sich dabei an die Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit,  sowie in Schule/ Schulsozialarbeit.

Nach einem Input über Begriffe, inhaltliche Fragen und methodische Zugänge durch einen Referenten des Projekts AntiAnti tauschen wir uns darüber aus, welchen Herausforderungen Pädagog*innen im Arbeitsalltag begegnen und wie sie das Thema in ihrer alltäglichen pädagogischen Praxis angehen können.

Moderation: Wiebke Eltze

Die Teilnahme ist kostenlos!

Veranstaltungsort: KulturMarktHalle, Hanns-Eisler-Straße 93, 10409 Berlin

Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Bitte hier anmelden: ziehl@pfefferwerk.de
 
Hygienemaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie:
Bitte beachtet die verbindlichen Hygienemaßgaben. Bringt einen Mund-Nasen-Schutz mit und haltet einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander. Für die Teilnahme am Fachgespräch ist die 3G-Regel verbindlich. Kommt daher vollständig geimpft, genesen oder mit einem tagesaktuellen Negativ-Test. Wir freuen uns grundsätzlich, wenn ihr unabhängig vom persönlichen gesundheitlichen Status einen tagesaktuellen Corona-Test macht. Bei Erkältungssymptomen bitten wir, zuhause zu bleiben und sich auszukurieren. 
 
Der Fachaustausch wird organisiert vom überbezirklichen Fachtagskreis “Grenzenlos gestärkt in den Alltag” aus den Bezirken Pankow, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick sowie der ju:an-Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit.

Z
um Organisationskreis gehören:

Fachdokumentation erschienen: Impfskepsis zwischen Kritik und Menschenfeindlichkeit

Im Juni führten wir mit dem überbezirklichen Fachtagskreis “Grenzenlos gestärkt in den Alltag” aus den Bezirken Pankow, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick sowie der Praxisstelle ju:an zum Fachgespräch.

Unter dem Titel “Impfskepsis zwischen Kritik und Menschenfeindlichkeit” luden wir im Juni zu einem Impulsvortrag und Austausch mit Benjamin Winkler (Amadeu Antonio Stiftung, Leipzig) ein.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen pädagogische Fachkräfte weiterhin vor viele Herausforderungen. Seit Beginn der Impfkampagnen gegen das Coronavirus ist das Thema “Impfen” auch in der Jugendarbeit ein verstärkter Diskussionsgegenstand. Sowohl in Teams als auch in der Beziehungsarbeit mit Kinder und Jugendlichen. Die nun erschienende Fachdokumentation zur Historie und aktuellen Ausprägungen rund um Impfskepsis, Impfgegnerschaft und wie diese als Herausforderung für pädagogische Fachkräfte in Schule, Offene Kinder- und Jugendarbeit usw. bearbeitet werden können, ist nun verfügbar.

Diese kann hier kostenlos angesehen und heruntergeladen werden.

Wir wünschen ein spannendes Lesen!

Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratrieentwicklung Marzahn-Hellersdorf für September/Oktober

Der Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratrieentwicklung Marzahn-Hellersdorf für September/Oktober 2021 ist soeben erschienen!

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zum bereits sechsten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2021.Der Wahlkampf hinsichtlich der Bundestagswahl, der Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen befindet sich mittlerweile in der entscheidenden Schlussphase. Da gerade viel passiert, haben wir wieder einige spannende Neuigkeiten aus dem Bezirk und auch darüber hinaus zusammentragen können.

Den aktuellen Newsletter finden Sie hier.

„Let´s talk about Solidarity – Was heißt für Dich Solidarität?“ // Ein stadtteilübergreifender Austausch und Thementag

Im Rahmen der Berliner Freiwilligentage ist die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf zu Gast im Stadtwerk mrzn.:

Mittwoch 15. September 2021 // ab 16.30 Uhr mit anschließender Lesung ab 19 Uhr // Otto-Rosenberg-Platz Marzahn

Das Konzept „Solidarität“ ist in aller Munde und wird auch für den politischen Wahlkampf intensiv genutzt. Was aber hat diese Idee mit uns zu tun – den Menschen, die in Marzahn-Hellersdorf wohnen, arbeiten und leben? Welche Vorstellungen und Erwartungen prägen dieses Konzept des sozialen Handelns? Wie können wir in unseren eigenen Nachbarschaften miteinander solidarisch sein? Was brauchen wir dafür? Was können wir lernen von Initiativen und Menschen in anderen Berliner Stadtbezirken?

Diesen und anderen Fragen, Ideen und Herausforderungen rund um Solidarität(en) wollen wir gemeinsam mit Euch nachgehen. (mehr …)

Position beziehen: Fußball und die demokratische Zivilgesellschaft

 

Auch die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf ist als Erstunterzeichner mit dabei:

Offener Brief zur Ablehnung des Trikots von Tennis Borussia Berlin mit dem Logo des “CURA – Opferfonds rechte Gewalt” durch den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV)

Wie viel gesellschaftliche Verantwortung darf der Sport übernehmen? Diskussionen darüber gab es zuletzt immer wieder. Während der Fußball-EM waren Regenbogenfarben an der Münchner Fußball-Arena der Anlass. Während der Olympischen Sommerspiele war es eine Solidaritätsgeste für unterdrückte Gruppen durch die Kugelstoßerin Raven Saunders. In der NFL war es zuvor schon der Kniefall des Quarterbacks Colin Kaepernick im Rahmen der “Black Lives Matter”-Proteste. Während alle diese Fälle glücklicherweise eine breite gesellschaftliche Unterstützung erfahren haben, waren es stets Trägerverbände und Komitees, die diese Aktionen mit Ausschluss, Geldstrafen oder Verboten sanktioniert haben.

Weiterlesen hier.

Frisch aus dem Druck: Nachgefragt 2021

Die dritte Nachgefragt-Broschüre wartet darauf, gelesen zu werden. Diesmal haben wir einen Schwerpunkt zu den Auswirkungen von Corona mit spannenden Interviews mit Each One Teach One (EOTO) e.V., den Frauen von #ichbinkeinvirus, Pia Lamberty, MBR Berlin und weiteren Expert*innen. Bei Interesse schicken wir euch gerne ein paar Exemplare zu. Und wer lieber online liest: Alle Interviews findet ihr auch unter nachgefragt.org 

04. September: Auf zur kleinen Friedensfahrt!

Nie wieder Krieg, lautet das Motto der kleinen Friedensfahrt von Lichtenberg nach Marzahn-Hellersdorf. Nachdem die Fahrt anlässlich des 75. Jahrestages Befreiung vom Nationalsozialismus aufgrund der Pandemie ausfallen musste, laden wir nun endlich zur gemeinsamen Fahrt ein! Also rauf aufs Rad!

Die “kleine Friedensfahrt” steht ganz im Zeichen des 75. + 1. Jahrestages der Befreiung sowie der Gründung der Volkssolidarität. Frieden wahren und Solidarität schaffen sind angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen hierzulande und weltweit aktueller denn je. Im Sinne und der Tradition der Menschen verbindenden Friedensfahrten von 1948 bis 2006, greifen wir die Grundgedanken wieder auf: Solidarität, Zusammenhalt und der Wunsch nach einer friedlichen Gesellschaft.

Wir nehmen den 04. September 2021, nur drei Tage nach dem Internationalen Antikriegstag, zum Anlass, auf den Straßen der beiden Bezirke deutlich zu sagen: Nie wieder Krieg! (mehr …)