Koordinierungsstelle Marzahn-Hellersdorf

Aktionsfonds der Partnerschaft für Demokratie Marzahn – 2020

Obwohl aktuell auf Grund der Corona-Krise noch einiges unklar ist in unserem Leben, so starten wir heute den Aufruf für den Aktionsfonds im Rahmen der Partnerschaften für Demokratie in Marzahn und Biesdorf.

Wir rufen Bürger*:innen jeden Alters, Initiativen oder freie Träger auf, sich mit kreativen Projektideen für Toleranz und Demokratie einzusetzen und dabei ein Zeichen gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.

Dabei können Projekte bis zu einer Höhe von 600 € gefördert werden. Gefördert werden über die FreiwilligenAgentur jene Projekte, die in den Bezirksregionen Marzahn und Biesdorf umgesetzt werden. Frühestmöglicher Projektstart ist der 15.05.2020.

Für Interessierte, die über wenig Erfahrung mit Projektanträgen verfügen, findet zur Vorbereitung der Projektanträge ein Workshop „Von der Idee zum fertigen Projektantrag“ statt. Sie sind herzlich dazu eingeladen! Der Projektworkshop wird online stattfinden. Termin und Link erhalten Sie, wenn Sie sich unter kontakt@fwa-mh.de anmelden. (mehr …)

Für jede ein Foto

Die Tageszeitung “Neues Deutschland” berichtet:

Klaus Baltruschat war linker Buchhändler und wurde von einem Nazi angeschossen. Generationen von Mädchen kennen den Teil seines Lebens nicht. Für sie ist er Klaus, ihr Handballtrainer.

Nächste Übung: Antäuschen. Ball fangen, anlaufen, antäuschen rechts, zwei Schritte links, Sprung, Wurf. Elf Mädchen warten zappelig in einer Schlange, bis sie dran sind. Kopf, Arme, Beine, Mund ununterbrochen in Bewegung. Neun, zehn Jahre sind sie alt. Ihr Trainer könnte ihr Urgroßvater sein. Im grünweißen Trainingsanzug des Berliner Vereins SV Friedrichshagen steht er in der Halle und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Generationen von Mädchen hat er diese Technik schon beigebracht. Die eine Hälfte der Bälle landet bei der Torwartin auf dem Bauch oder rollt quer durch die Halle, ein Mädchen hechtet gebeugt hinterher. Jeder zweite Ball landet im Tor – immer in der rechten oberen Ecke. Wie oft hat er das schon gesehen, wie oft dieselbe rhetorische Frage gestellt: »Kann mir jemand sagen, wie viele Ecken ein Tor hat?« Die Mädchen kichern. Botschaft angekommen. Wird es Klaus doch einmal zu viel, schickt er einen kurzen Pfiff oder ein knappes »Hey« in ihre Richtung. Oft passiert das nicht an diesem Mittwoch im Winter, die Mädchen haben Lust auf Bewegung und machen, was der Trainer sagt. Der ist 85 Jahre alt und hat nur einen Arm. Aber das fällt gar nicht auf.

Nur wenige Kinder wissen, was mit dem Arm passiert ist. Wer doch einmal fragt, dem erzählt er von einem Überfall und einem Neonazi, sie sollten ihre Eltern fragen, was das ist, oder seinen vollen Namen googeln: Klaus Baltruschat. Für Kinderohren klingt seine Gesichte ziemlich abenteuerlich. »Ich trage die Geschichte nicht vor mir her«, sagt Baltruschat. Aber sie ist immer bei ihm.

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Trauermarsch für Homa & Tajala

Via Frauen*streik Komitee Berlin:

Letzten Samstag wurden Homa und Tajala  in Marzahn ermordet. Diesen Samstag trauern wir zusammen, und stehen fest zusammen gegen geschlechterbasierte und rassistische Gewalt. Kommt zahlreich am 7.3. um 14.00 zur Marzahner Promenade 45!

Quelle

Presseschau:

Doppelmord in Marzahn: Polizei verhaftet Nachbar (Berliner Zeitung, 28.03.2020)

32-Jähriger nach Doppelmord in Berlin-Marzahn verhaftet (rbb24, 28.03.2020)

Doppelmord an Mutter und Kind: Mann festgenommen (Berliner Morgenpost, 28.03.2020)

Doppelmord an Mutter und Tochter bleibt weiterhin ungeklärt (Tagesspiegel, 10.03.2020)

Hunderte Menschen bei Trauermarsch für zwei getötete Afghanen (Tagesspiegel, 10.03.2020)

Trauermarsch gedenkt der beiden Opfer eines Mordanschlags – Trauer – Verzweiflung – Mitgefühl (LichtenbergMarzahn+, 09.03.2020)

Zwei Tote in Marzahn entdeckt – Mordkommission ermittelt (Tagesspiegel, 01.03.2020)

38-jährige Frau und neunjährige Tochter getötet (rbb, 01.03.2020)