Koordinierungsstelle Marzahn-Hellersdorf

NRJ in Berlin: Wachsende Bedrohung durch gewalttätige Neonazi-Jugend – Monitoring der Aktivitäten der Jugendorganisation von “Der III. Weg”

Am 6. Juli 2024 kam es im Zusammenhang mit einer antifaschistischen Demonstration in Kaulsdorf zu einem schweren Vorfall durch Neonazis am Ort des Vorabtreffpunktes, am Ostkreuz in Berlin-Friedrichshain. Es wird davon ausgegangen, dass diese Neonazis der NRJ, der Jugendorganisation der Partei “Der III. Weg“, zuzuordnen sind. Die Koordinierung der Berliner Registerstellen hat soeben einen Monitoringbericht zu den Aktivitäten der Jugendorganisation „NRJ“ des neonazistischen „Der III. Weg“ veröffentlicht.

Meldungen dazu bzw. allgemein zur aktuellen Entwicklung hinsichtlich der Aktivitäten von der NRJ bzw. dem III.Weg gibt es u.a. hier:

Angriffe, Bedrohungen, Einschüchterung: Wie die Neonazis vom “III. Weg” versuchen in Hellersdorf Dominanz zu demonstrieren (Register Marzahn-Hellersdorf, 23.07.2023)

Neonazis auf Konfrontationskurs (taz, 09.08.2023)

Der dritte Weg führt über Marzahn (Jungle World, 31.08.2023)

Das Netzwerk des «Kampf der Nibelungen» in Berlin – zwischen „Tag X“, Organisierter Kriminalität und Hooliganismus (Exif-Recherche, 20.12.2023)

Dritter Weg in Marzahn-Hellersdorf: Rassismus an Berlins Rändern (Neues Deutschland, 07.01.2024)

“Dritter Weg” immer aktiver vor Berliner Jugendeinrichtungen (rbb24, 23.05.2024)

»Der III. Weg«: Antifa schaut nach den Rechten (Neues Deutschland, 09.06.2024)

Sie werben um Jugendliche – Rechtsextreme nutzen öffentliche Sportstätten im Osten Berlins für Kampftraining (Tagesspiegel, 24.06.2024)

Rechtsextreme trainieren in bezirklichen Sportstätten (Tagesspiegel-Newsletter Marzahn-Hellersdorf, 02.07.2024)

Zwei Schwerverletzte, Faustschläge auf Polizistin: Mutmaßlicher Neonazi-Angriff am Berliner Bahnhof Ostkreuz (Tagesspiegel, 08.07.2024)

Mutmaßlicher Neonazi-Angriff mit mehreren Verletzten (Berliner Morgenpost, 08.07.2024)

Marzahn-Hellersdorf: Gewalt vor Antifa-Demo (Neues Deutschland, 09.07.2024)

Polizei Berlin verharmlost Nazi-Angriff in Friedrichshain (Neues Deutschland, 09.07.2024)

Neonazis trainieren im Stadtpark Lichtenberg : Berliner Polizei stellt Messer und andere Waffen sicher (Tagesspiegel, 14.07.2024)

Vereint trainieren: Altbekannte Neonazi-Sportgruppe infiltriert Laufveranstaltungen und öffentliche Sportstätten (Antifaschistischer Monitor Berlin, 15.07.2024)

06.07.2024 – III. Weg attackiert Treffpunkt am Ostkreuz (Aus dem Weg, 15.07.2024)

Zunehmende Bedrohung durch Nazis: Dem III. Weg entschlossen entgegentreten! (Bündnis90/Die Grünen – Fraktion Lichtenberg, 15.07.2024)

Razzia bei Neonazipartei Dritter Weg (taz, 17.07.2024)

Üben für den Straßenkampf (Junge Welt, 17.07.2024)

Schlägertrupps im Szeneviertel (Jungle World, 18.07.2024)

Razzia bei Mitgliedern der Jugendorganisation des III. Wegs (Berliner Morgenpost, 18.07.2024)

“Der Dritte Weg”: Razzien gegen rechte Partei (ZDF, 18.07.2024)

„Junge Kampfgemeinschaft“ griff Berliner Linke an: – Razzia bei Nazi-Schlägertruppe des „Dritten Wegs“ (Tagesspiegel, 18.07.2024)

Vom Bezirksamt Berlin-Pankow geduldet: Neonazis trainieren hinter der Grundschule – und Behörden schauen zu (Tagesspiegel, 22.07.2024)

Wir sollten hinsichtlich dieser neonazistischen Aktivitäten alle wachsam sein, uns gegenseitig als Zivilgesellschaft unterstützen und uns gemeinsame Aktionsformate gegen den „III. Weg“ und die „NRJ“ überlegen. Die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf und unsere pad-Kolleg*innen von der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke sind Ansprechpartnerin für alle, die sich für eine offene Gesellschaft einsetzen.

Wir solidarisieren uns mit den Betroffenen des Angriffs und wünschen den Verletzten gute Besserung!

Monitoring Soziale Stadtentwicklung Berlin 2021 ist erschienen

Soeben ist das neue Monitoring Soziale Stadtentwicklung erschienen. Die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung hat die wichtigsten Punkte einmal zusammengefasst.

Die Staatssekretärin für Mieterschutz und Quartiersentwicklung Ülker Radziwill äußerte sich dazu wie folgt:

„Sozialer Zusammenhalt in Berlin ist wichtiger denn je. Durch das Monitoring Soziale Stadtentwicklung können wir zielgenau mit den uns zur Verfügung stehenden Programmen soziale Ungleichheit bekämpfen. Die Ergebnisse des Monitorings werden wir insbesondere zur Auswahl von neuen Quartiersmanagement-Gebieten heranziehen. Das Monitoring zeigt auch, dass die Corona-Pandemie die bereits von sozialen Problemlagen betroffenen Gebiete stärker als die übrigen Planungsräume betrifft. Auch bei den Pandemiefolgen gilt es die Menschen in den besonders betroffenen Kiezen zu unterstützen.“

Zusammenfassung berlinweites Monitoring:

Der Bericht identifiziert Regionen Berlins mit höherer und hoher sozialer Benachteiligung. Bei acht Gebieten gab es im Vergleich zu 2019 eine positive Entwicklung, sie sind nicht mehr als „Gebiete mit überdurchschnittlich hoher sozialer Benachteiligung“ klassifiziert. In allen acht Gebieten wurden erfolgreich Quartiersmanagements errichtet. Weitere neun Gebiete konnten sich ebenfalls verbessern. Jedoch verschlechterten sich im selben Zeitraum 28 sog. Planungsräume. Die Corona-Pandemie hatte spürbare Auswirkungen auf die Entwicklung. Die Arbeitslosenzahl stieg von 4,2 auf 5,8 %. Die Regionen mit hoher sozialer Benachteiligung sind weiterhin: Wedding, Moabit, Gesundbrunnen, Kreuzberg, Charlottenburg-Nord, Falkenhagener Feld, Neukölln, Hellersdorf, Reinickendorf und das Märkische Viertel. (mehr …)