Koordinierungsstelle Marzahn-Hellersdorf

Nachgefragt #11 – Pia Lamberty zu Verschwörungserzählungen

Die elfte Ausgabe von Nachgefragt! gibt es wieder als Podcast. Diesmal haben wir uns mit der Psychologin Pia Lamberty unterhalten, einer Expertin im Bereich Verschwörungsideologien.
Gemeinsam mit Katharina Nocun hat sie im Mai 2020 das Buch „Fake Facts – Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen“ veröffentlicht. Im Interview sprechen wir über das Buch, gehen der Frage nach, was Verschwörungsideologien eigentlich sind und lernen den Unterschied zwischen Verschwörungserzählungen und Verschwörungsmythen kennen. Anschließend sprechen noch darüber, wie wir in unterschiedlichen Situationen auf die Äußerung von Verschwörungsideologien reagieren können. Den Podcast findet ihr hier.

Viel Spaß beim Hören!

Gedenk- und Erinnerungsarbeit – Ein Fachtag in Lichtenberg

Erinnern und Gedenken findet unterschiedliche Formen und Inhalte. Mit diesem Fachtag am 18. September  (16 bis 19 Uhr) laden wir ein, Methoden und Inhalte von Erinnerungsarbeit und Gedenkveranstaltungen zu diskutieren. Um Gedenkveranstaltungen auch zukünftig lebendig und vielfältig zu gestalten sollen Inhalte und Formen von Erinnerungsarbeit reflektiert und erweitert werden. 

Zum Gedenken an den Nationalsozialismus, den Fall der Mauer oder weitere Ereignisse der Berliner Lokalgeschichte gibt es bereits eine traditionsreiche Kultur des Erinnerns. Wie können neue und innovative Formen der Erinnerungsarbeit aussehen? Welche Herausforderungen gibt es bei der Weiterentwicklung lokaler Gedenkkultur in Lichtenberg?  Wie sehr sind Methoden und Inhalte des Erinnerns miteinander verwoben?

den Anfang macht eine Comiclesung mit Julia Kluge, danach folgen Workshops zu:

Bau auf, bau auf- Jugend in der DDR mit Inga Luther (OWEN e.V.)

Gedenk- und Erinnerungsarbeit zum Nationalsozialismus mit Ingolf Seidel (Agentur für Bildung e.V.)

Lokalgeschichte: Orte des Gedenkens in Lichtenberg mit
Beate Bormann (Haus der Demokratie und Menschenrechte / AG politische Bildung) und Dr. Thomas Mehlstein (Futuria)

den Abschluss bilden ein Gespräch mit dem Bezirksbürgermeister Michael Grunst und ein Poetic Recodring mit der  Zusammenfassung des Tages.

Ort: Freikirliche- Evangelische Gemeinde Lichtenberg, Heinrichstr. 31, 10317 Berlin

Das komplette Programm gibt es hier. Anmeldungen bitte bis 14. September unter kaspar_roettgers@licht-blicke.org

 

Wir haben eine Mitstreiterin verloren – und eine Freundin

Am Abend des 11. August 2020 ist Beatrice Morgenthaler nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Sie war eine der Gründer*innen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf. Im Bündnis vertrat sie den Integrationsbeirat des Bezirks. Von der Gründung des Bündnisses 2014 bis 2020 war sie eine seiner Sprecher*innen.

Beatrice Morgenthaler war eine unbeugsame Kämpferin für eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei und ohne Angst leben können. Wir alle erinnern uns gerne an ihre freundliche, aber auch direkte Art, an ihre Ideen, wie wir etwas gestalten könnten, ihr Engagement bei der Umsetzung und nicht zuletzt die Prinzipientreue, die ihr Verhalten bestimmt hat. Ihre Unbeirrbarkeit im Einsatz für eine vielfältige Gesellschaft und gegen jede Form der Ausgrenzung ist unvergessen. Mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement hat sie das Bündnis mit aufgebaut und entscheidend geprägt. „Ich mache mit im Bündnis, weil Marzahn-Hellersdorf mein Zuhause ist. Ich will helfen, dass Vielfältigkeit, Offenheit und Toleranz sichtbarer werden und die vielen Stärken der Menschen in unserem Bezirk einen größeren Platz in der Öffentlichkeit bekommen. Gemeinsam mit anderen Partner*innen an diesem Ziel zu arbeiten macht am meisten Spaß.“ Das war ihre Motivation.

Wir danken Beatrice für ihr Engagement, und wir sind traurig, dass wir sie nicht mehr bei uns haben. Wir werden Dich nicht vergessen, liebe Beatrice, und in Deinem Sinne weiterarbeiten.

Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin und Schirmfrau des Bündnisses

Steven Kelz, Sprecher

Henny Engels, Sprecherin

Moritz Marc, Koordinator für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf

 

Ein Kommentar zum erneuten Streit ums Stille Gedenken

Die Ansichten und Handlungsansätze in Bezug auf die Auseinandersetzung mit extremer Rechter und erinnerungspolitische Diskurse sind vielfältig. Es gibt weder ein zivilgesellschaftliches Patentrezept noch laufen diese Prozesse immer fehlerfrei ab. Eine aus Sicht der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung in dieser Form leider kontraproduktiver Streit um das “Stille Gedenken” hat in den vergangenen Tagen vornehmlich im Internet bzw. in den sozialen Netzwerken stattgefunden. Unserer Meinung nach sollte eine solche Diskussion nicht im Netz, sondern in Form eines gemeinsamen Treffens aller Beteiligten zum Austausch der unterschiedlichen Positionen stattfinden. Insbesondere im bevorstehenden Superwahljahr benötigen wir das Zusammenstehen aller fortschrittlichen zivilgesellschaftlichen Kräfte im Bezirk, um gemeinsam einem möglichen weiteren Erstarken der extremen Rechten entgegenzuwirken und für ein solidarisches und inklusives Miteinander in den Kiezen einzustehen.

Debattenbeiträge und Presseschau:

Der Streit ums Stille Gedenken wird endgültig hässlich (11.08.2020, Tagesspiegel Newsletter Marzahn-Hellersdorf)

Antwort DenkMalTour Parkfriedhof (09.08.2020, Naturfreunde Berlin)

Kein Platz für AfD-Freunde auf dem Parkfriedhof Marzahn (06.08.2020, Beitrag auf “Kein Raum der AfD”)

Respekt und Neugier Festival II

Via Roter Baum: “Das Respekt und Neugier Festival kommt zurück! Nach unserem Geburtstagsfestival 2018 wurden wir oft gefragt, ob wir es nicht noch einmal tun wollen. Immer haben wir gesagt, wenn es denn finanziert werden kann. So viel Ermunterung hat geholfen, wir haben einen Antrag geschrieben und er wurde bewilligt.

Ursprünglich war das Festival für den 27.6.2020 geplant. Doch daraus wurde nichts. Nun holen wir es nach und es wird einige Einschränkungen geben.

Am 3.10.2020 wird wieder nachgedacht, vernetzt und natürlich getanzt!

Wenn Ihr mitmachen wollt, freuen wir uns! Ihr wollt beim Lineup mitbestimmen oder bei der Logistik helfen? Dann schreibt an diveRcity@roter-baum-berlin.de! Ihr wollt bei der Workshopgestaltung mitmachen oder gar mit Eurer Gruppe dabei sein?” Dann schreibt an info@roter-baum-berlin.de

Mehr Infos dazu hier.

Berliner Demokratietag 2020

Wir dokumentieren den Aufruf der Berliner Initiative „Die offene Gesellschaft“ und würden uns über aktive Beiträge aus Marzahn-Hellersdorf sehr freuen:

Unzählige Berliner*innen setzen sich in Vereinen, Verbänden oder Bewegungen für eine offene und solidarische Stadt ein. Doch nicht alle können gleichermaßen mitmachen: Weil nicht alle den richtigen Pass besitzen, um wählen und mitentscheiden zu dürfen. Weil die meisten öffentliche Orte nicht für alle sicher und zugänglich sind. Weil nicht alle genügend Einkommen haben, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Mit dem Berliner Demokratietag am 15. September wollen wir das vielfältige Engagement für gleichberechtigte Teilhabe in Berlin sichtbar machen – und zugleich einen kritischen, aber konstruktiven Blick auf demokratische Barrieren und Ausschlüsse in Berlin werfen.

Zu diesem Anlass finden Veranstaltungen und Aktionen in allen Berliner Bezirken statt. Eine begleitende Video- und Medienkampagne trägt die gesammelten Perspektiven, Ideen und Forderungen für ein demokratisches Berlin für alle in die Öffentlichkeit und Politik.

Weiterlesen hier.

Interkulturelle Tage in Marzahn-Hellersdorf 2020

Die “Interkulturellen Tage in Marzahn-Hellersdorf” finden in diesem Jahr vom 5. bis 25. September 2020 statt. Auch dieses Jahr gibt es wieder ein spannendes und vielseitiges Programm in unserem Bezirk. Wir freuen uns über eine zahlreiche Teilnahme an den verschiedenen Veranstaltungsformaten.

Das Programm der Interkulturellen Tage 2020 (Stand: 30.07.2020) kann hier abgerufen werden.

Keine Platten Geschichten – Marzahn erzählt

Wie lebt es sich in der Platte?
 
Bei einem Erzählfest im Kulturgut Marzahn erzählten Bewohner*innen ihre Geschichten: Alte und Junge, Migrant*innen und Deutsche, Arbeiter *innen und Professor*innen, Gewinner*innen und Verlierer*innen kamen in Erzählsalons zusammen und berichteten, wie sie in den Stadtteil kamen, was sie bei der Arbeit erleben, wem sie begegnen, wie sie früher wohnten und wie sie heute wohnen.
 
Die Autor*innen von Rohnstock Biografien schrieben die Geschichten in dem Buch »Marzahn erzählt. Keine platten Geschichten« auf, die gründlich mit den Vorurteilen über Marzahn aufräumen.
 

Beratung und Netzwerkarbeit im Kontext von Demokratiegefährdung und extrem rechten Orientierungen

Wir möchten Sie und Euch an dieser Stelle gerne auf die Weiterbildung “Beratung und Netzwerkarbeit im Kontext von Demokratiegefährdung und extrem rechten Orientierungen” hinweisen. Diese startet jetzt im September in Berlin und es sind noch Plätze frei. Wir bitten Sie und Euch um Weiterleitung an potenziell Interessierte. Kolleg*innen aus der Stadtteilarbeit oder Gemeinwesenarbeit sind ausdrücklich angesprochen.
 
Bewerbungsfrist ist der 29.07., am 15.07. gibt es von 15.30-18.00 Uhr eine virtuelle Info-Veranstaltung (Anmeldung unter eckloff@ash-berlin.eu )
 
Alle Infos zur Weiterbildung hier.