Koordinierungsstelle Marzahn-Hellersdorf

„Wie kann man nur so leben?“: Klassismus erkennen und entgegnen

Die Veranstaltungsreihe zur Diskriminierungsform “Klassismus” startet am 1. Juni mit einem Sensibilisierungsworkshop mit dem Mobilen Beratungsteam für Demokratieentwicklung:

Klassismus würdigt Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft herab und verwehrt ihnen Zugänge zu gesellschaftlichen Strukturen und Ressourcen.  Es gibt kaum Bereiche im gesellschaftlichen Leben, in denen nicht Klassismus stattfindet. Das lässt sich unter anderem daran erkennen, dass sehr viele Menschen eine Feindseligkeit und Verachtung gegenüber Menschen hegen, die einkommensarm oder langzeitarbeitslos sind. In diesem Workshop gehen wir der Frage nach, was Klassismus ist. Ziel ist weiter, für die Diskriminierungsform Klassismus zu sensibilisieren und durch die Beschäftigung mit eigenen Erfahrungen  zu reflektieren, wo uns und/oder anderen gesellschaftliche Teilhabe verwehrt worden ist und verwehrt wird. Dabei ist es ebenso wichtig zu schauen, wo wir in unserer eigenen Arbeit ggf. klassistische Strukturen reproduzieren. (mehr …)

Demokratiebericht Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2022 erschienen

Liebe Leser*innen, liebe Mitstreiter*innen!

Wer hätte gedacht, dass das Jahr 2022 noch krisendurchtränkter sein würde als die beiden vorherigen Pandemiejahre?  Leider hat uns das Jahr 2022 und die Erstellung des neuen Demokratieberichtes in Form einer multiplen Krise begleitet: eine immerhin langsam abklingende Pandemie wurde durch den im Februar 2022 begonnen russischen Angriffskrieg im negativen Sinne ergänzt und in Folge dessen mussten sehr viele Menschen vor dem Krieg auch nach Berlin flüchten. Als indirekte Folge des Krieges mitten in Europa sind auch in Deutschland immer mehr Menschen von den explodierenden Energiekosten, einer galoppierenden Inflation und damit verbundenen zunehmenden sozialen Schieflagen im Alltag betroffen. Dies zeigt sich u.a. in den massiv gestiegenen Zahlen an Hilfsbedürftigen bei den Tafeln hier im Bezirk, aber auch in Berlin und bundesweit. (mehr …)

Newsletter für Demokratieentwicklung in Marzahn–Hellersdorf – April/Mai 2023 (Nummer 3/2023) – ist erschienen

Liebe Leser*innen, liebe Freund*innen und Mitstreiter*innen der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung, der Newsletter für Demokratieentwicklung in MarzahnHellersdorf – April/Mai 2023 (Nummer 3/2023) – ist soeben erschienen:
 
nach dem Osterurlaub  melden wir uns dieses Mal etwas später als sonst mit einem neuen Newsletter zurück. In den vergangenen Wochen war wieder einiges los im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Dieses Mal berichten wir in unserem Schwerpunkt über eine in Zusammenarbeit mit unserem Praktikanten Benedikt Krüger in Planung befindlichen Veranstaltungsreihe zum Thema Klassismus. Es wird dazu in den kommenden Wochen und Monaten einige spannende Workshops, Veranstaltungen und ein gemeinsam organisiertes Sommerfest geben. Wie wichtig das Thema Diskriminierung aufgrund von Armut ist, hat zuletzt der vom RBB organisierte Bürgertalk Anfang April vor dem Eastgate in Marzahn über die Armutssituation in Berlin und Brandenburg aufgezeigt (nachzusehen hier). In Marzahn gibt es laut diesem Bericht bundesweit die zweitmeisten von Armut betroffenen Menschen. Es gibt hier also weiterhin einiges für eine gerechtere und sozialere Gesellschaft zu tun.
 
Zum gesamten Newsletter geht es hier.

Ankündigung: Veranstaltungsreihe zur Diskriminierungsform »Klassismus«

Klasse Kennen Klassismus erkennen, über Lebenswege reden, Diskriminierung entgegnen

Gute Bildung, eine angemessene Wohnung, eine ertragreiche und abgesicherte (Lohn-)Arbeit, sowie eine belastbare Gesundheitsversorgung und angemessene Bestattung sind nicht für alle Menschen (gleich) zugänglich. Manchen werden wegen ihrer finanziellen Mittel, ihres sozialen und kulturellen Status beziehungsweise ihrer Klassenzugehörigkeit oder Klassenherkunft große Hürden in den Weg gelegt. Diskriminierende Abwertungen und strukturellen Hindernisse, die auf dieser sozialen Ungleichheit basieren, erfasst der Begriff »Klassismus«. Er führt zur sozialen Abwertung von Berufen, Lebenswegen und kulturellen Praktiken, zur ökonomischen Ausbeutung und zur gesellschaftlichen Ausgrenzung. Er trifft Individuen, Menschengruppen sowie ganze Gesellschaften und wirkt sowohl im öffentlichen Diskurs, in und durch die Institutionen und durch andere strukturell gesellschaftliche Strukturen, als auch auf der persönlichen Ebene. Wir leben weiterhin in einer stark gespaltenen Klassengesellschaft. Klassismus prägt diese Gesellschaft und führt dazu, dass die Spaltung aufrecht erhalten bleibt.
Dies ist der Elefant im Raum, an den sich die Menschen zunehmend gewöhnt haben und dessen Anwesenheit sie gerne verdrängen.
(mehr …)

2022: Jahresbericht der Registerstelle Marzahn-Hellersdorf

Via Register Marzahn-Hellersdorf:

In der beigefügten Publikation wird eine ausführliche Auswertung der Registerstelle Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2022 wiedergegeben. Die Zahl der gemeldeten extrem rechten und diskriminierenden Vorfälle ist in Marzahn-Hellersdorf mit 365 im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr (241 Vorfälle) erheblich gestiegen.

Für diese Entwicklung sind in erster Linie zwei Ursachen zu nennen: Zum einen nahm die Propaganda der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ erheblich zu. Zum anderen wurde das Melder:innennetzwerk des Registers weiter ausgebaut und neue Zielgruppen erschlossen.

Die hohe Anzahl gemeldeter Vorfälle zeigt, dass weiterhin großer Handlungsbedarf für demokratische Akteurinnen und Akteure im Bezirk Marzahn-Hellersdorf besteht.

Download: Registerbericht Marzahn-Hellersdorf 2022 (mehr …)

Nachgefragt-Broschüre 2022 erschienen

In diesem Heft versammeln sich vier Interviews mit Expert*innen, die uns Anregungen und Impulse für unseren (Arbeits-)Alltag geben. Nachgefragt 2022 steht unter dem Motto “Gestärkt für ein solidarisches Miteinander” – in diesem Sinne haben wir Themen zusammengestellt, die Perspektiven und Unterstützung für das tägliche Handeln vor Ort anbieten. Wie kann ich für eine menschenrechtsorientierte Haltung …mehr

Aktionswoche zum Internationalen Tag gegen Rassismus

Die AG politische Bildung hat auch dieses Jahr anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21. März eine Aktionswoche mit zahlreichen Veranstaltungen organisiert. Die Aktionswoche wird von der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung unterstützt. Auch die Kiezgruppe gegen Rassismus und das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf beteiligen sich mit Aktionen. Weitere Informationen zum Internationalen Tag gegen …mehr

Newsletter für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf – Februar/März 2023 – ist da!

 
Liebe Leser*innen, liebe Freund*innen und Mitstreiter*innen der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung,
 
kurz nach der Wiederholungswahl melden wir uns mit einem neuen Newsletter. Damit haben wir auch bereits den Schwerpunkt dieser Ausgabe benannt. In einer Übersicht präsentieren wir die wichtigsten Zahlen und Fakten zur Berlinwahl 2023. Im Vorfeld zur Wahl gab es auch in Marzahn-Hellersdorf von der Zivilgesellschaft organisierte Aktivitäten, die sich gegen politisch organisierte gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit richteten und zu einem solidarischen Miteinander aufriefen.
 
Aufgrund der geringen Wahlbeteiligung hier im Bezirk möchten wir hier noch einmal auf den zeitnahe stattfindenden Volksentscheid aufmerksam machen. Am 26.03.203 findet der Volksentscheid „Berlin 2030 klimaneutral“ statt. Anhand der regen Debatten über die Aktionen der „Letzten Generation“, der Bebauung von Innenhöfen, den Sorgen um Energieabhängigkeit und der dadurch entstandenen finanziellen Belastung vieler Menschen – um nur einige klimabezogene Diskurse zu nennen – zeigt sich, dass der Klimawandel ein alles durchdringendes Thema ist, das Gemüter erhitzt und Kommentarspalten füllt. Nun gibt es die Möglichkeit, direkten Einfluss auf die Ausgestaltung der Berliner Klimapolitik zu nehmen. Äußern Sie Ihre Meinung, indem Sie abstimmen! Die Wahlunterlagen sollten Sie dieser Tage erhalten. Eine Briefwahl bzw. frühere Abgabe der Wahlunterlagen ist ebenfalls möglich.
 
Weiterlesen hier.

Praxissemester in der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf

Ab sofort besteht wieder die Möglichkeit ein Praxissemester in der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung zu machen.

Die Koordinierungsstelle beobachtet demokratiegefährdende Phänomene zusammen mit Kooperationspartner*innen, z.B. den beiden bezirklichen Registerstellen zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle, und entwickelt darauf aufbauend zusammen mit Akteur*innen vor Ort passende Handlungsstrategie. Dabei ist die Sensibilisierung für die Themen Rassismus, extreme Rechte und Diskriminierungsformen jeglicher Art ein zentrales Anliegen. Während des Praktikums kannst du:

  • Kennenlernen welche Institutionen, Einrichtungen, Vereine und Initiativen sich in Marzahn-Hellersdorf für ein demokratisches Miteinander engagieren, z.B. das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf
  • Über lokale und deutschlandweite demokratiegefährdende Phänomene und extrem rechte Raumergreifungsstrategien mehr erfahren
  • Einblicke in die verschiedenen Facetten der Arbeit der Koordinierungsstelle bekommen und diese unterstützen, z.B. Öffentlichkeitsarbeit wie die Newsletter-Erstellung, am fachlichen Austausch in Arbeitsgruppen, Sitzungen und Vernetzungsrunden teilnehmen, bei der Entwicklung von Diskussions- und Veranstaltungsformaten unterstützen
  • Entdecken, welche Formate die zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in Marzahn-Hellersdorf entwickeln und öffentlich wahrnehmbar anbieten: z.B. Demokratiefeste
  • eigene Ideen für Formate einbringen und umsetzen

Kontakt: 

Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf

Moritz Marc

Telefon: 030 / 92 25 71 40

koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Berlin-Wahl 2023: So hat Marzahn-Hellersdorf gewählt – Wahlanalysen, Statistiken, Meinungen und Presseschau

Am 12.02.2023 wurden in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus und die Wahlen der zwölf Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) wiederholt. Die Wahlen am 12.02.2023 waren außergewöhnliche Wahlen. Als Konsequenz aus den gravierenden Organisationsdefiziten der Verbundwahl vom 26.09.2021 hatte der Landesverfassungsgerichtshof von Berlin die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 16. November 2022 für ungültig erklärt und die vollständige Wiederholungswahl angeordnet. Eine wichtige Besonderheit der Wiederholung ist, dass mit der Wahl keine neue Legislaturperiode begründet wird, sondern die laufende 19. Wahlperiode bis zu regulären Neuwahlen fortgesetzt wird.

Die Wahlbeteiligung bei der Wiederholungswahl am 12.02.2023 lag mit 63,0 % um 12,4 Prozentpunkte niedriger als bei der Verbundwahl im Jahr 2021 (75,4 %). Für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf lag die Wahlbeteiligung bei der Abgeordnetenhauswahl dieses Mal bei nur noch 56,3 % –  das ist berlinweit der schlechteste Wert. (Quelle) Bei der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlungen war die Beteiligung mit 53,2 % sogar noch niedriger, aber im Berlinvergleich an viert letzter Stelle. (Quelle)

Wir haben als Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf an dieser Stelle Ergebnisse, Wahlanalysen, Meinungen, Presseartikel etc. zum Ausgang der Wahlen in Berlin und insbesondere im Bezirk Marzahn-Hellersdorf zusammengetragen. Der Beitrag wird in den kommenden Tagen laufend erweitert und aktualisiert. (Stand: 23.02.2023)

Hier geht es zu unserem Dokument: Wahlanalyse 2023 – Marzahn-Hellersdorf – Stand 23.02.2023